Zur Pressekonferenz am 19. Januar in Stuttgart
Ausführungen von Jörg Klaus Fischer Vorsitzender der Geschäftsführung
Diese Pressekonferenz ist für mich eine Premiere. Seit gut einem Jahr trage ich als Vorsitzender der Geschäftsführung Verantwortung für unser Unternehmen. Mein Vater Klaus Fischer hat mich als Inhaber und Vorsitzender des Beirats mit dieser Aufgabe betraut. Ich darf damit in dritter Generation dieses Unternehmen leiten.
Ein Jahr nach der Übernahme der operativen Führung des Unternehmens möchte ich nun auch nach außen kommunizieren, wo unser Unternehmen steht und wo ich zusammen mit unseren Führungskräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hin möchte.
Ich darf Ihnen zunächst die heute hier mit anwesenden Geschäftsführer vorstellen:
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Herr Hans-Norbert Topp, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb und Sprecher des Unternehmensbereichs Befestigungssysteme
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Herr Jürgen Wössner, Geschäftsführer Finanzen
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Herr Marc-Sven Mengis, Geschäftsführer Personal
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Herr Markus Störzer, Geschäftsführer Produktion
Wo steht die Unternehmensgruppe fischer heute
Als erstes möchte ich betonen, dass wir ein Familienunternehmen sind und bleiben werden. Dieser besonderen Verantwortung bin ich mir bewusst, schließlich erreichen über 80 Prozent der Familienunternehmen nicht die dritte Generation.
Als ein Unternehmen mit dieser Tradition und diesem Bewusstsein sind wir standorttreu. Waldachtal ist unsere Wiege und bleibt unser Zentrum, wo wir weiterhin mit der Verwaltung und dem größten Teil auch der Produktion vertreten sein werden.
Als Familienunternehmen mit unserer spezifischen Struktur sind wir in der glücklichen Lage, ohne Druck von Aktionären und Quartalsvorgaben handeln zu können. Wir pflegen auch weiterhin einen eher zurückhaltenden Umgang mit Ergebniszahlen und internen Informationen, dafür bitte ich um Ihr Verständnis.
Ich möchte aber heute, ein gutes Jahr nach der Übernahme des Vorsitzes der Geschäftsführung, Ihnen einen Überblick unserer Tätigkeit, unserer wirtschaftlichen Situation und unserer beabsichtigten Entwicklung geben.
Die Unternehmensgruppe im Überblick
Die Unternehmensgruppe fischer besteht aus den vier Geschäftsbereichen
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fischer Befestigungssysteme
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fischer Automotive Systems
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fischertechnik
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fischer Consulting
Kennzahlen
Wir weisen für die einzelnen Unternehmensbereiche die Kennzahlen nicht differenziert aus, deshalb hier die Zahlen für die Gruppe als Ganzes:

Umsatz
Wir haben hier die langfristige Entwicklung der letzten 10 Jahre dargestellt. Die Stabilität und die stetigen Wachstumsraten werden sichtbar. Ebenso die Krise des Jahres 2009 vor allem im Automotive-Sektor wird erkennbar. Die Ausschläge sind bei uns aber immer moderat – auch in der Krise.

Mitarbeiterentwicklung
Auch hier sehen Sie ein hohes Maß an Stabilität mit einer Steigerung in der Langfristperspektive. Der Rückgang 2009 konnte ohne Entlassungen durch die natürliche Fluktuation abgefangen werden.
Wie Sie sehen hat sich unser Unternehmen im vergangenen Jahr gut entwickelt, wir hatten Wachstum und sind profitabel. In diesem Zusammenhang darf ich darauf hinweisen, dass unsere Zahlen auch im Krisenjahr 2009 vergleichsweise gut waren und wir nicht Einbrüche gravierender Art verkraften mussten.
Konjunkturelle Entwicklung
Wir sind als Unternehmen relativ breit aufgestellt und damit nicht direkt von einzelnen Branchen abhängig. Dennoch ist die allgemeine Konjunktur und speziell die Baukonjunktur wichtig für uns. Hier rechnen wir nicht mit Einbrüchen und wir setzen besonders auf die Fortentwicklung im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, wo wir wichtige Beiträge für den Fassadenbau sowohl im Objektbereich als auch im privaten Hausbau leisten können.
Und auch Baumaßnahmen wie die Schnellbahnstrecke Stuttgart Ulm und in Verbindung damit die Tunnelstrecken im Bereich Stuttgart halten wir für förderlich für die Baukonjunktur und damit auch für uns. Aber auch im internationalen Projektbereich sind unsere Produkte gefragt. Ein paar Beispiele mit Bildern finden Sie in Ihrer Mappe (EM-Stadion in Danzig, Gotthard-Basistunnel, Marina Sands).
Mit anderen Worten: wir sehen das begonnene Jahr konjunkturell optimistisch-realistisch.
Beschäftigungssituation
Ich darf hinweisen, dass wir mit unserer Beschäftigungssicherungsvereinbarung, die für die deutschen Standorte bis 2015 gilt, eine gute Basis geschaffen haben, um das Personalinvestment stabil zu halten. Auf eine verantwortungsbewusste Personalvertretung und Mitarbeiterschaft können wir bauen.
Erfreulicherweise haben wir auch keine Probleme, unseren Bedarf an Fachkräften zu decken. Hier zahlt sich die Politik meines Vaters aus, der der Personalentwicklung und insbesondere der Ausbildung erste Priorität eingeräumt hat. Wir haben genügend Bewerbungen in notwendiger Qualität. Das macht die Stärke unseres Standorts und die Anziehungskraft des Unternehmens aus. Allerdings stellen auch wir uns darauf ein, dass der Bewerbermarkt enger wird.
Unser Ziel ist es, weiterhin schlank und beweglich zu bleiben, das fischerprozesssystem (fps) als Instrument hilft uns dabei (zum Beispiel durch die Reduktion von Rüstzeiten).
Kernbereich Befestigungssysteme
Kern und Schwerpunkt unseres Unternehmens ist und bleibt der Bereich Befestigungssysteme. Hier liegt unsere besondere Kompetenz. Mit über 14.000 Artikeln bieten wir für jedes Befestigungsproblem eine Lösung. Wir gehören zu den Marktführern in wichtigen Bereichen und wollen es bleiben.
Nach wie vor sind wir herausragend mit unserer Kompetenz für die Entwicklung neuer Produkte. Mit 13,8 Erfindungen pro 1000 Mitarbeiter stehen wir hervorragend da.
Durch Innovationskraft vorne bleiben
Durch diese Innovationskraft sehen wir hervorragendes Entwicklungspotential sowohl national als auch international. Wir wollen den Vertrieb und das Marketing stärken, um unsere technische Kompetenz noch besser auf dem Markt zur Geltung zu bringen. Wir bieten technische Befestigungen jeglicher Art, im Bereich Kunststoff, Stahl und im zunehmend wichtiger werdenden Bereich der chemischen Befestigungen.
Unser Ziel ist es, noch näher an die Kunden heranzukommen. Dazu werden wir verstärkt Systemlösungen für die einzelnen Gewerke anbieten. Der Zimmerer, der Trockenbauer, der Stahlbauer oder der Metallbauer – um Beispiele zu nennen- erhält ein präzises, auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Angebot. Dabei bauen wir in Deutschland weiterhin auf den Fachhandel als unseren wichtigsten Partner. Wir sind aber auch im Bereich DIY (Baumärkte) gut vertreten sowie im Bereich der Großbaustellen.
Ich möchte hier auf Details verzichten und verweise auf die Pressekonferenz für die Fachpresse, die am 16. Februar in Waldachtal-Tumlingen stattfinden wird, dort werden wir über die Produktentwicklung und Änderungen in einzelnen Segmenten berichten.
Internationale Ausrichtung
Meinem Vater kommt das große Verdienst zu, dass er die internationale Ausrichtung unseres Unternehmens vorangetrieben hat. Wir sind heute in 32 Ländern mit 43 Landesgesellschaften vertreten und über Handelsstrukturen in über 100 Ländern mit unseren Produkten vertreten.
Wir werden international weiter wachsen und sehen dort großes Potential. Vor allem in Asien, Lateinamerika sowie in Osteuropa wollen wir stärker werden. Im Euro-Raum sind wir bereits stark, das soll auch so bleiben.
Danke für Ihr Interesse – ich freue mich auf Ihre Fragen
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