Denzlinger fischer-Werk gewinnt beim Wettbewerb „Fabrik des Jahres“ den „Deutschen Global Excellence in Operations Award“
Ausgezeichnete ProzesseWaldachtal/Denzlingen, 16. Oktober 2008 – Die Unternehmensgruppe fischer (Waldachtal) hat sich im traditionsreichsten und härtesten Industrie-Benchmark-Wettbewerb als Sieger durchgesetzt und damit erneut einen wichtigen Preis für ihre hocheffizienten Prozesse und ihre schlanke Produktion errungen. Das Werk für chemische Produkte im badischen Denzlingen ist der Gewinner 2008 des Preises „Fabrik des Jahres / Deutscher GEO-Award“. Firmenchef Klaus Fischer bewertet die Auszeichnung als „Bestätigung des eingeschlagenen Weges“ und als „Ansporn, uns weiter kontinuierlich zu verbessern“.
Straffes Kostenmanagement, eine effiziente verbrauchsgesteuerte Logistik, innovative Montage- und Verpackungsprozesse und der Markterfolg überzeugten die Juroren von dem Chemiezentrum des Befestigungsspezialisten. In dem Werk wird – wie im gesamten Unternehmen – das fischer ProzessSystem (fPS) umgesetzt, eine eigene Prozess- und Produktionsphilosophie. Kern von fPS sind schlanke und flexible Prozesse. „Alles, was wir tun, geht vom Kunden aus. Was dem Kunden keine Wertschöpfung bringt, ist Verschwendung und muss daher vermieden werden“, beschreibt Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe, die Philosophie: „Die erneute Auszeichnung bekräftigt, dass der Weg, den wir vor einigen Jahren mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse eingeschlagen haben, der richtige war.“ Im Sommer hatte das fischer-automotive-Werk in Horb bereits den begehrten „Lean Production Award“ in der Kategorie „Nationaler Mittelstand“ gewonnen.
„Ein unternehmerisch geprägtes Team zeigt beispielhaft, wie durch enge Zusammenarbeit von Produktion und Produkt-/Prozessentwicklung ein profitables Geschäft mit einer starken Marktposition aufgebaut und auch gegen größere Wettbewerber verteidigt werden kann. Dafür erhält der Geschäftsbereich fischerwerke Product Center Chemie den Preis Deutscher GEO Award“, heißt es in der Begründung der Veranstalter. Beim GEO-Award (Global Excellence in Operations) wird nicht nur die Fabrik, sondern die gesamte Wertschöpfungskette und die finanziellen Kennzahlen eines Unternehmens inklusive der Produktentwicklung in die Analyse und Bewertung mit einbezogen.
Mit dem fischer ProzessSystem wurden in Denzlingen alle Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette schlank und effizient gestaltet. Alles, was dem Kunden keine Wertschöpfung bringt, wird eliminiert. „Der Kunde bezahlt uns nicht für Verschwendung“, beschreibt Klaus Fischer das Prinzip. Dies gilt nicht nur für die Produktion, sondern auch für Entwicklung, Logistik und Verwaltung. So wurde der Entstehungsprozess neuer Produkte vollständig standardisiert. Die Entwicklungszeiten konnten dadurch deutlich verkürzt werden. „Damit können wir schneller auf veränderte Marktbedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden reagieren“, so der Firmeninhaber.
Die Lieferfähigkeit spielt bei fischer eine entscheidende Rolle. Sie wird für jedes Team in der Produktion täglich visualisiert. Die Werkskennzahl ist sogar jederzeit aktuell einsehbar. Grundsätzlich liefert Denzlingen die fertig produzierte Ware ins Zentrallager der Unternehmensgruppe in Waldachtal. Allerdings ist auch die Logistik des Product-Centers Chemie so flexibel, dass etwa tägliche Lieferungen an größere fischer-Landesgesellschaften, Luftfrachtsendungen oder Großaufträge, die per Containerschiff auf die Reise geschickt werden, direkt von Denzlingen verschickt werden können.
Nicht nur die modularen Montagelinien, auch die Abfüll- und Verpackungsbereiche sind möglichst einfach und flexibel aufgebaut. In U-Form aufgestellt, bieten sie optimale Voraussetzungen für die effiziente Bestückung: Die Wege sind kurz, jeder Handgriffe ist optimiert. Die Anlagen wurden in den letzten Jahren größtenteils nach Ideen der Mitarbeiter konstruiert. Auch ergonomische Verbesserungen, die die Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Produktivität steigern, werden regelmäßig von den Mitarbeitern initiiert. „Einfache Prozesse und Maschinen regen die Beschäftigten dazu an, eigene Ideen für Verbesserungen einzubringen“, sagt Klaus Fischer. Durch die hohe Flexibilität kann das Denzlinger Werk auch auf spezielle Kundenwünsche oder eine steigende Nachfrage äußerst schnell reagieren. „Der Beitrag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unserer kontinuierlichen Verbesserung zeigt einmal mehr, dass sie das größte Kapital und der wichtigste Erfolgsfaktor unseres Unternehmens sind – nicht die Anlagen und Gebäude“, so Firmenchef Fischer.
Am Standort Denzlingen entwickelt und produziert fischer chemische Befestigungen. Dieser Bereich zählt seit Jahren zu den am stärksten wachsenden Geschäftsfeldern. Täglich werden hier mehrere Tonnen Rohmaterial verarbeitet. Mit dem Neubau des Werkes im Jahr 1998 wurde damals das Know-how der Marken fischer und Upat bei chemischen Befestigungen, Dichtstoffen und Schäumen an einem Standort konzentriert. fischer hatte den Wettbewerber Upat (Emmendingen) Anfang der 90er Jahre übernommen. Der Schwerpunkt in Entwicklung und Produktion liegt auf Injektionskartuschen und Mörtelpatronen – wobei fischer die benötigte Chemie mischt und abfüllt, und die dazu benötigten Spezialkartuschen selbst fertigt. In Verbindung mit Stahlankern dienen sie der Befestigung schwerer und schwerster Lasten. Mittlerweile werden in Denzlingen aber auch Klebstoffe entwickelt. fischer hat im Frühjahr 2008 ein umfangreiches Klebstoffprogramm auf den Markt gebracht, das von Allzweckklebern über Baukleber bis hin zu Klebstoffen für spezielle Anwendungen reicht.
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