Zwölf fischer-Azubis informierten sich zehn Tage lang in Japan
Kaizen und KulturWaldachtal. Zwölf fischer-Auszubildende sind aus dem Land der aufgehenden Sonne zurück: Auf Einladung des Unternehmens haben sie sich zehn Tage lang mit kontinuierlicher Verbesserung und japanischer Kultur beschäftigt. „Um international auch in Zukunft erfolgreich zu sein“, sagt Firmenchef Klaus Fischer, „müssen gerade unsere Auszubildenden unterschiedliche Kulturen kennen und verstehen lernen.“ Deshalb konnten sich im Herbst 2007 alle Azubis und BA-Studenten in einem Auswahlverfahren für den Fernosttrip bewerben. Und weil viele ihrer Präsentationen so kreativ und einleuchtend waren, durften sich am Ende nicht nur zehn, sondern zwölf junge Leute auf den Weg machen.
„Schwer beeindruckt“ zeigten sich die deutschen Gäste gleich zu Beginn ihrer Reise beim Automobilzulieferer Keishin Seimitsu Kogyo Co. Ltd. (KSK), mit dem fischer schon seit mehreren Jahren ein reger Austausch in Sachen Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (auf Japanisch: Kaizen) verbindet. Nahezu das komplette technische Management hatte sich dort zum Zwei-Tage-Workshop mit den Azubis eingefunden, und auch Geschäftsführer Tetsuro Komaba kam am zweiten Tag dazu.
Für eine Produktions- und Montagelinie, an der Teile für Benzinpumpen gefertigt und zusammengebaut werden, sollten die jungen Leute Verbesserungsideen entwickeln. In drei Gruppen beobachteten sie anderthalb Stunden lang das Geschehen vor Ort, tauschten sich dann über ihre Eindrücke aus und erarbeiteten am Ende konkrete Vorschläge. Und dann kam der „Knüller“: Die japanischen Teamleiter und Mitarbeiter setzten diese Empfehlungen noch am selben Abend – bis nachts um 2.30 Uhr – um! „Dass uns die Linie im neuen Layout bereits am nächsten Morgen live vorgeführt wurde, und das trotz einiger schwerer Fertigungsmaschinen“, erstaunte nicht nur Azubi Volker Heinzle. „Das zeigt auch“, sagt seine Kollegin Jasmin Gekle, „dass Kaizen dort noch intensiver gelebt wird als bei uns.“ Die Gastgeber selbst äußerten sich ebenfalls anerkennend: Die Besucher hätten Kaizen, trotz ihrer Jugend, „schon sehr gut verstanden“, und fischer dürfe sich „glücklich schätzen, solche Auszubildenden zu haben“.
So sehen das auch die fischer-Begleiter Raphael Abraham und Alexander von Jarzebowski: „Die Teilnehmer haben bei dieser Reise sehr viel gelernt und werden das im Unternehmen gewinnbringend einsetzen können.“ Bei weiteren Firmenbesuchen analysierten die Azubis jeweils in vorher eingeteilten Gruppen bestimmte Bereiche, etwa „Philosophie und Produktionssystem“, „Logistik“ oder „Visualisierungsarten“. Abends wurden die Ergebnisse dann vor der gesamten Gruppe präsentiert und diskutiert.
Im übrigen stand in Nikko, Kyoto und Fukuoka auch japanische Kultur auf dem Programm. Und am letzten Tag informierte der Geschäftsführer der japanischer fischer-Gesellschaft, Georg Lenz, über Japan als Wirtschaftsstandort, bevor sich die Besucher am Nachmittag aufmachten, die Megacity Tokio auf eigene Faust zu erkunden.
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