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Montag, 24. August 2009

Junge Tüftler und Lehrer schätzen fischertechnik

Technik neu entdecken

An der Zimmertür von Frank Hermann hängt ein Schild: Erfinderwerkstatt. Zu Recht. Der Zwölfjährige aus Römerberg bei Speyer hat mit fischertechnik eine neuartige Lenkung für Fahrzeuge erfunden. Damit hat er nicht nur den Landeswettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ 2009 in Rheinland-Pfalz gewonnen, sondern die Lenkung auch zum Patent angemeldet. Mit vielen anderen Tüftlern ist er sich einig: Fragestellungen aus Wissenschaft und Technik lassen sich mit fischertechnik sehr gut darstellen und erforschen.

Dieser Meinung ist auch Dr. Markus Ziegler, „Lehrer des Jahres 2008“. Er unterrichtet das Fach Naturwissenschaft und Technik am Gymnasium Spaichingen. Den Klaus-von-Klitzing-Preis hat er erhalten, weil er selbst Technikmuffel für naturwissenschaftliche und technische Themen begeistern kann. Frontalunterricht ist seine Sache nicht: „Wenn Schüler für ein Problem eine Lösung gefunden haben, dann bringt es ihnen doch viel mehr, diese Lösung praktisch auszuprobieren“. Und zwar mit fischertechnik.

Seine Schüler haben bei Projektarbeiten tanzende Roboter entwickelt, Tresore oder Steuerungen für Markisen. Markus Ziegler schätzt fischertechnik, „weil es deutlich robuster und auch vielseitiger verwendbar ist als andere Produkte“. Auch von der fischertechnik Software ROBO Pro ist der Studiendirektor begeistert: „Man kann damit deutlich mehr als mit Wettbewerbsprodukten programmieren“.

Lenken ohne schwenken: Vier bis fünf Baukästen hat Frank Hermann in seinen Roboter ohne Schwenkbereich investiert. Mit der „genialen Anordnung der drehbaren Fahrzeugachsen und der zweckmäßigen Anordnung mehrerer Differenzialgetriebe“, so die Jugend-forscht-Jury, holte der Zwölfjährige den Sieg. PROFI Mechanic & Static – an seinen ersten Baukasten erinnert er sich noch immer. Da war Frank gerade mal acht Jahre alt. Schon immer hat er bei fischertechnik die Begleithefte in den Baukästen geschätzt. Als „sehr sinnvoll“ bewertet der Junge aus Speyer die Aufgaben, die darin gestellt werden. Und was steht als Nächstes auf dem Plan des jungen Erfinders? „Irgendwelches Kriechzeug nach dem Vorbild einer Raupe.“ Zunächst muss der Realschüler aber seinen Bestand an fischertechnik Baukästen wieder aufstocken.

Ganze 17 davon stehen im Zimmer von Alexander Stein aus Freiburg. Dafür hat er sich extra eine vier Meter lange Arbeitsplatte eingebaut. Auch er ist ein Jugend-forscht-Sieger: Zusammen mit seinem Freund Philipp Backes hat er beim Regionalwettbewerb in Freiburg eine automatische Kakaomaschine aus fischertechnik präsentiert. Ein Laufband befördert dabei einen Becher zur Milchpumpe, kleine Schäufelchen geben Kakao hinzu, den ein Mixer anschließend sorgfältig verrührt. Strohhalm rein, fertig!

Bewegung – das war schon immer das Thema für Alexander Stein. Deshalb hat er sich mit zehn Jahren auch den fischertechnik Baukasten PROFI Pneumatic gewünscht. Die Baukästen seines Vaters reichten für den Forscherdrang einfach nicht mehr aus. Heute ist das Programmieren sein Ding. fischertechnik kommt dem 14-Jährigen dabei sehr entgegen: „Die Software-Oberfläche ist sehr übersichtlich und verständlich“. Für „sehr gelungen“ hält er vor allem auch die komplexen Unterprogramme. Darüber hinaus schätzt auch er die Begleithefte. Bei seinem jüngsten Projekt konnten aber selbst die ihm nicht weiterhelfen. Die automatische Popcorn-Maschine scheiterte an der fehlenden Hitze – mit einem Föhn ließ sich das leider nicht lösen. Aber dafür denkt er jetzt über einen Cappuccino-Shaker nach.


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Frank Hermann hat mit einer Konstruktion aus fischertechnik den Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ gewonnen. Foto: Presseteam Kämper/fischertechnik