Montag, 3. September 2007
Verdienstorden der Bundesrepublik für Unternehmer Klaus Fischer
Förderer der Bildung
Professor E.h. Klaus Fischer (57), Inhaber und Geschäftsführungsvorsitzender der Unternehmensgruppe fischer, ist am Dienstag, 4. September, von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Er hat sich "besondere Verdienste im Bildungsbereich erworben".
Unter den insgesamt 28 Geehrten - darunter auch der Wissenschaftsredakteur Ranga Yogeshwar und "Löwenzahn"-Erfinder Peter Lustig - war Klaus Fischer der einzige Unternehmer. Ins Berliner Schloss Bellevue begleiteten ihn die Auszubildende Sarah Kübler (drittes Lehrjahr) und die Leiterin der kaufmännischen Ausbildung, Adelheid Pfrommer. Damit, sagte der Firmenchef, habe er signalisieren wollen, "dass ich die Auszeichnung stellvertretend für alle entgegen nehme, die sich in unserem Unternehmen für die Aus- und Weiterbildung engagieren".
Persönlich setzt sich Klaus Fischer schon seit vielen Jahren für ein erweitertes Ausbildungsangebot ein. 1998 hat das Unternehmen das DEKRA-geprüfte Zertifikat fit for future eingeführt, das den Absolventen Ausbildungsinhalte bestätigt, die weit übers Normalmaß hinaus reichen. Ein Jahr später wurde fischer dafür mit dem "Ausbildungs-Oskar" der Wirtschaftsjunioren Deutschlands ausgezeichnet.
Zum dauerhaften Engagement gehören Azubi-Aufenthalte in den Auslandsgesellschaften der Unternehmensgruppe und der Austausch von Auszubildenden mit anderen Firmen (wie etwa Kärcher und AOK). Die Auszubildenden selbst realisieren über das gewohnte Lernpensum hinaus eine Vielzahl von Projekten: von den jährlichen Info-Tagen für potenzielle Bewerber (seit 1992) über Patenschaften für Übungsfirmen (seit 2002) bis hin zum AlbA-Programm ("Auszubildende lernen bei Auszubildenden", seit 2004). Im Januar 2006 überreichte Kultusminister Helmut Rau das Zertifikat "Anerkannter Ausbildungsbetrieb".
Das Unternehmen hat in Deutschland eine Ausbildungsquote von neun Prozent und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Gerade haben wieder 38 neue Lehrlinge und BA-Studenten ihre Ausbildung bei fischer begonnen, darunter zwei lernbehinderte junge Leute, die den neu geschaffenen Beruf des Metallfeinbearbeiters erlernen. Seit Jahren schon bietet das Unternehmen mehr Lehrstellen an, als es der eigene Bedarf nahe legt - und doch werden am Ende mit wenigen Ausnahmen alle jungen Leute übernommen.
Auch über die Werkstore hinaus engagiert sich Klaus Fischer für das Thema Bildung, etwa im Rahmen der "Wissensfabrik", einem Zusammenschluss namhafter deutscher Firmen, die besonders in die Bildung von Kindern und Jugendlichen investieren. Seit zwei Jahren fördert der Firmenchef das Kooperationsprojekt "KIEWI - Kinder entdecken Wirtschaft" mit der Grund- und Hauptschule in Altheim. Außerdem gibt es Aktionen wie "Ferienarbeit plus" und "Was arbeiten eigentlich meine Eltern?".
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Vom Bundespräsidenten ausgezeichnet: Als einziger Unternehmer erhielt Klaus Fischer, Eigentümer und Vorsitzender der Geschäftsführung der fischerwerke in Tumlingen, am 4. September 2007 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste um das Ziel "Bildung für alle". Bildnachweis: Bundesregierung.