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Nachträglicher Bewehrungsanschluss mit FIS EM
Instandsetzung des Fußgängersteges am Bahnhof Villingen
Um Bewehrungsstäbe und Bewehrungsgewindeanker nachträglich und sicher in Beton zu verankern bietet fischer mit FIS V und FIS EM zwei besondere Injektionssysteme an, die den zertifizierten Unternehmen und Handwerkern die professionelle Bewehrungsanschlussarbeit vor Ort erheblich erleichtern. Ein typisches Beispiel ist die Sanierung der Bickenbrücke in Villingen-Schwenningen.
Der Bickensteg in Villingen-Schwenningen führt vom Busbahnhof in Villingen über die Bahnschienen bis zur Güterbahnhofstraße und dem Landratsamt. Die asymmetrische Schrägseilbrücke mit ihrem 21 m hohen Pylon entstand 1971/72 nach Plänen des bekannten Ingenieurbüros Leonhardt und Andrä, Stuttgart. Sie ist 185 m lang und 6,40 m breit. Die Fahr- und Laufplatte besteht aus Spannleichtbeton. Sie gliedert sich im Schnitt in fünf Bereiche, die beiden Randaufkantungen, zwei Laufflächen und die mittlere Aufkantung unter der die Seilabspannungen verankert sind. In Richtung Innenstadt wird der Bickensteg über eine schneckenförmige Rampe erschlossen.
Im Laufe der Jahre ist die Brücke sanierungsbedürftig geworden. An zahlreichen Stellen war der Beton abgeplatzt und die freiliegende Bewehrung stark korrodiert. Die Bauarbeiten werden seit April 2010 von der Günter Bausanierung GmbH aus Unterkirnach ausgeführt. Im Rahmen der Sanierung wurden die Kappen am Rand abgeschnitten und ersetzt. Dazu waren rund 2500 nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit einem Durchmesser von 12 mm von den Mitarbeitern der Diamantbohr GmbH, Villingen-Schwenningen, zu setzen.
Im ersten Arbeitsschritt wurden zunächst im Hammerbohrverfahren die bis zu einer Einbindetiefe von 75 cm reichenden Löcher seitlich und von oben in die Betonplatte gebohrt. Nach anschließendem viermaligem Ausblasen des Loches vom Bohrlochgrund aus mit entsprechender Reinigungsdüse und ölfreier Druckluft von mindestens 6 bar konnte der fischer Epoxidharzmörtel FIS EM injiziert werden. Nach der gültigen Zulassung ist kein zusätzliches Bürsten mehr erforderlich, was den Arbeitsaufwand bei den Handwerkern deutlich verringert. Im nächsten Arbeitsgang wurden schließlich die Bewehrungsstäbe eingeführt. Nach ihrer Aushärtezeit können die Bewehrungsstäbe wie normale, einbetonierte Stäbe behandelt und belastet werden.Verbraucht wurden dabei 280 Kartuschen der Größe 1100.
fischer Außendiensttechniker Thomas Held unterstützte die Verarbeiter bei den anspruchsvollen Arbeiten mit Rat und Tat. Nach Abschluss der umfangreichen Instandsetzungsarbeiten im Oktober 2010 steht der „Schneckensteg“ wieder den Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung.