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fischer-Anker halten Fassadenkonstruktion
Arena Geisingen: Erste Inlineskating-Halle in Deutschland
Die Familie Uhrig, Bauherr und Initiator der ungewöhnlichen Sportanlage, hatte sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die komplette Arena sollte im Spätsommer 2009 beginnend bis zum Frühjahr 2010 fertig sein. Der so nicht eingeplante strenge Winter stellte die Beteiligten vor einige Herausforderungen.
Das Gelände der Geisingen Arena befindet sich in einem Retentionsgebiet der Donau am Stadtrand. Aus diesem Grunde waren die Bauwerke überwiegend für ein 1000-jähriges Hochwasser auszulegen. Nach Plänen der Architekten Schoyerer, Mainz, entstand ein einmaliges Landschaftsbauwerk, dass sich mit seiner geschwungenen Form dem natürlichen Gelände anpasst. In der 3870 m2 großen Halle befinden sich unterschiedliche Spielfelder, die 200 m lange und 7 m breite Skatingbahn, das Bistro mit 80 Sitzplätzen sowie 3000 Zuschauerplätze (davon 2500 Sitzplätze und 500 Stehplätze).
Der anstehende bindige Boden dient als Untergrund für die Gebäudekonstruktion und musste zur Abdichtung mit Zement vermischt werden. Damit die regelmäßig auftretenden Hochwasser keine Schäden an der neuen Halle verursachen, befindet sich ein umfangreiches Drainagesystem mit Pumpen und Schächten unterhalb des Gebäudes. Das einfließende Wasser wird wie bei einem Schiffsrumpf gelenzt.
Die Gründung der rund 110 m langen und 64 m breiten Halle erfolgte erdbebensicher auf dem in sieben Meter Tiefe anstehenden Fels im Grundwasser. Vier Stahlstützen mit einem Durchmesser von 80 cm und 20 mm starken Wandungen im Innenbereich wurden zwei Meter tief in den Fels gerammt. Sie tragen die Hauptlasten aus der Dachkonstruktion, die aus 2,40 m hohen und bis zu 54 m langen Holzleimbindern besteht.
Vier gerammte und im Boden eingespannte Stahlsäulen im Innenraum sowie umlaufend angeordnete Stützen tragen die Hauptlasten aus den Holzleimbindern der Dachkonstruktion. Eine Besonderheit bilden zwei eingeschobene eingeschossige Baukörper aus Stahlbeton, links und rechts des Eingangsbereiches. Sie beherbergen auf der einen Seite Bistro und Shop, auf der anderen die sanitären Anlagen. Auf den Decken der beiden Baukörper befinden sich vier weitere im Durchmesser 80 cm messende Stützen. Auch sie dienen zur Aufnahme der Lasten aus dem Hallendach in diesem Bereich. Sie wurden mit galvanisch verzinkten Ankerbolzen fischer FAZ II M 24/30 in den jeweiligen Decken verankert. Außen liegen die Holzleimbinder auf 30 runden Stahlstützen mit einem Durchmesser von 40 cm auf.
Die umlaufende Fassade der Halle besteht aus lichtdurchlässigen, undurchsichtigen Glaselementen, die von einer Pfosten-Riegel-Konstruktion gehalten werden. Ungewöhnlich ist hier die Befestigung der Stahlpfosten. Während sie im oberen Bereich „normal“ an der Holzkonstruktion befestigt wurden, mussten sie im Boden direkt im Asphalt verankert werden. Dabei wurden fischer Ankerstangen FIS A M10/110 eingesetzt. Da die Zulassung nur die Verankerung im Stahlbeton umfasst, musste für die Verankerung im Asphalt eine Zulassung im Einzelfall beantragt werden. Entscheidend ist hier, dass die Anker die Windkräfte aufnehmen und nicht Abscheren. Um den Baufortschritt bei den niedrigen Temperaturen im vergangenen Winter zu garantieren konnten die Pfostenverankerungen nur mit dem fischer Injektionsmörtel FIS VW, der sich auch bei Frost sehr gut und sicher verarbeiten lässt, gesetzt werden. „Die Zusammenarbeit mit fischer funktionierte prima“, freute sich Thomas Uhrig bei der Eröffnung, die termingerecht vom 16. bis 18. April 2010 stattfand.
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